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Videoproduktion für Events im Dreiländereck: Planung, Kosten, Ablauf

— Studio Atmos

Ein Event dauert ein paar Stunden. Sein Nachweis – die Videos, die davon übrig bleiben – muss wochen- oder monatelang funktionieren: für Sponsoren, für künftige Teilnehmende, für die eigene Kommunikation. Wer diesen Unterschied unterschätzt, plant die Videoproduktion zu spät und zu knapp.

Dieser Artikel erklärt, wie eine professionelle Event-Videoproduktion im Dreiländereck Basel–Lörrach–Mulhouse geplant wird, welche Faktoren die Kosten bestimmen, und wie ein Ablauf konkret aussieht – anhand von zwei realen Beispielen: der ersten Mulhouse Fashion Week und dem Festival LBI.

Warum Event-Videoproduktion anders geplant werden muss

Ein Ladendreh lässt sich meist innerhalb weniger Tage terminieren. Ein Event nicht: Es findet an einem einzigen, nicht wiederholbaren Tag statt, oft mit mehreren gleichzeitigen Programmpunkten, mit Sponsoren, die eigene Erwartungen mitbringen, und mit einem öffentlichen Publikum, dessen Bildrechte geklärt werden müssen. Ein Fehler am Drehtag lässt sich nicht nachholen – die Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis, lange bevor die erste Kamera läuft.

Das verändert die Logik der Planung grundlegend: Bei einem Event beginnt die eigentliche Arbeit nicht am Drehtag, sondern Wochen davor.

Die Phasen einer Event-Videoproduktion

1. Zielklärung vor der ersten Kameraeinstellung

Bevor über Kameras oder Drehplan gesprochen wird, steht die Frage: Wofür wird das Material gebraucht? Ein After-Movie für die eigenen Kanäle, ein Sponsoren-Teaser pro Partner, eine Dokumentation für künftige Partnerschaftsgespräche – jedes Ziel verlangt eine andere Herangehensweise bei Kameraführung, Schnitttempo und Lieferformat.

Bei der ersten Ausgabe der Mulhouse Fashion Week stand dieses Ziel von Anfang an fest: Jeder Sponsor – darunter Mercedes – sollte einen eigenen filmischen Teaser erhalten, den er auf seinen eigenen Kanälen einsetzen kann. Diese Entscheidung bestimmte die gesamte Produktionsstruktur, von der Anzahl der Kamerapositionen bis zum Schnittplan nach dem Event.

2. Koordination der Beteiligten

Ein Event hat selten nur einen Ansprechpartner. Organisation, Sponsoren, Auftretende, Location – jede Partei hat eigene Anforderungen und eigene Zeitfenster. Diese Koordination gehört zur Videoproduktion dazu, auch wenn sie im fertigen Film unsichtbar bleibt: Zugänge klären, Drehplan mit dem Programmablauf abstimmen, Freigaben im Vorfeld einholen statt am Tag selbst zu improvisieren.

Beim Festival LBI – Rock und Blues in der Region Mulhouse – läuft diese Koordination kontinuierlich statt punktuell: Teaser im Rhythmus der Künstiger-Ankündigungen, Dokumentarmaterial über die gesamte Vorbereitungszeit, ein durchgehaltener Veröffentlichungsplan. Der Aufwand verteilt sich über Monate statt sich auf einen einzigen Drehtag zu konzentrieren.

3. Der Drehtag selbst

Am Eventtag zählt vor allem eines: mehrere Blickwinkel gleichzeitig abdecken, ohne die eigentliche Energie des Moments zu verpassen. Bühne, Backstage, Publikumsreaktionen – ein Team, das nur eine Kamera führt, verpasst zwangsläufig Momente, die sich nicht wiederholen lassen. Bei grösseren Formaten kommen deshalb Mehrkamera-Setups zum Einsatz, abgestimmt auf den tatsächlichen Ablauf des Events.

Parallel dazu läuft am Eventtag die Einholung der Bildrechte-Freigaben von Auftretenden und Publikum – ein Schritt, der bei Studio Atmos standardmässig zur Produktion gehört, nicht als nachträgliche Zusatzaufgabe.

4. Schnitt und Lieferung

Nach dem Event beginnt die eigentliche Verdichtung: aus mehreren Stunden Rohmaterial werden die tatsächlich gebrauchten Formate geschnitten – ein kurzer Teaser pro Sponsor, ein After-Movie für die eigenen Kanäle, gegebenenfalls eine längere Dokumentation. Bei der Mulhouse Fashion Week bedeutete das: cineastische Teaser für mehrere Sponsoren parallel, jeder mit eigener Bildsprache, aber unter einer gemeinsamen künstlerischen Leitung.

Was die Kosten einer Event-Videoproduktion bestimmt

Es gibt keinen Pauschalpreis für ein Event – zu unterschiedlich sind die Anforderungen von Fall zu Fall. Folgende Faktoren bestimmen den Rahmen:

  • Anzahl Kamerapositionen und Drehtage. Ein einzelner Fotograf mit einer Kamera kostet anders als ein Mehrkamera-Team über einen ganzen Eventtag.
  • Anzahl der Liefergegenstände. Ein einziges After-Movie ist etwas anderes als ein eigener Teaser pro Sponsor, wie bei der Mulhouse Fashion Week.
  • Vorbereitungsaufwand. Koordination mit mehreren Sponsoren, Location-Scouting, Genehmigungen – dieser Aufwand ist real, auch wenn er im fertigen Video nicht sichtbar ist.
  • Bildrechte-Verwaltung. Die Einholung und Archivierung von Freigaben bei einem Event mit Publikum ist aufwendiger als bei einem Ladendreh mit wenigen Personen.
  • Nachbearbeitung. Mehrere Schnittfassungen für verschiedene Kanäle und Sponsoren erhöhen den Aufwand in der Postproduktion deutlich.

Ein seriöses Angebot entsteht deshalb erst nach einem Qualifizierungsgespräch, nicht aus einer Preisliste von der Stange.

Wie weit im Voraus sollte man planen?

Idealerweise mehrere Wochen vor dem Event – genug Zeit für künstlerische Leitung, Sponsoren-Koordination und einen durchdachten Drehplan. Eine Last-Minute-Beauftragung ist möglich, verringert aber den Spielraum für Vorbereitung, der bei einem Event mehr zählt als bei fast jeder anderen Art von Videoproduktion.

Fazit

Ein Event-Video wird nicht am Drehtag entschieden, sondern in den Wochen davor: Zielklärung, Koordination der Beteiligten, ein durchdachter Drehplan. Die Beispiele der Mulhouse Fashion Week und des Festival LBI zeigen, wie unterschiedlich dieser Rahmen ausfallen kann – von einem punktuellen Event mit Sponsoren-Teasern bis zu einer kontinuierlichen Begleitung über Monate.

Wer ein Event im Raum Basel, Lörrach oder Mulhouse plant und eine Videoproduktion dafür sucht, findet den passenden Rahmen auf der Seite zur künstlerischen Leitung für Events oder kann direkt Kontakt aufnehmen für ein unverbindliches Erstgespräch.

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